Cinzia Ruggeri: Mode- und Möbeldesignerin

Im  Kosmos der Mailänder Kreativszene der 1960er bis 1990er Jahre galt Cinzia Ruggeri (geb. 1945) als Pionierin. Sie studierte an der Accademia delle Arti Applicate in Mailand. Nach einem Abstecher nach Paris, wo sie als Modedesignerin arbeitete, kehrte sie nach Mailand in die Familienfirma zurück. Ihr Vater betrieb dort eine Firma für Bekleidung. Sie wurde die Chefdesignerin und brachte neue ästhetische Sichtweisen und neue Techniken der Produktion und des Vertriebes in den Betrieb.

In den Jahren 1977/78 poduzierte sie ihre eigene Modelinie und präsentierte diese der Presse. Ihre Modeschauen wurden in damals speziellen Räumen abgehalten wie  in einem Gebetshaus, die besonderen Lichtinstallationen liess sie vom Musiker Brian Eno entwerfen. Ihre Modeentwürfe waren schon speziell wie ihr hier bei diesem „Ziggurat Dress“ sehen könnt. Das Kleid als bewohnbarer Raum, als Treppe.IMG_4983

Sie arbeitete auch gerne mit den damals neuen Materialien wie Kunstpelz. Hier der „Cats Vanity Fair“ .  Lauter Plüschkatzen mit leichtenden Augen auf dem Polsterstuhl. Es hat sich wohl kaum je jemand darauf gesetzt.  Bekannt sind auch ihre Entwürfe mit Tierformen: z. B. eine Schultertasche in Form eines Schweines oder ein Kleid mit  Octopus.

Als Innenarchitektin und Künstlerin hat sie den Tisch „Milos“ entworfen, den ich als Titelbild ausgesucht habe. Er bildet die Insel Milos ab. Selbst die Glühbirne hat sie  „angezogen“, damit sie nicht so nackt bleibt.

Den Stuhl nennt sie „Shower Chair“. Auf ihm liegen die Duschschwämme. Zu ihrem Interior Design gehören  auch Lampen, Spiegel, Schränke, einfach Möbel der Avantgarde, von denen nun ein kleiner Teil an der Ausstellung zu sehen ist.

Die Chaise-Longue „Colombra“ hat sie ironisch oder absurd als menschlichen Körper dargestellt.IMG_4981

Ihre surrealistischer Kreationen wurden weltweit gewürdigt und ausgestellt.

Eingeladen an ihre Ausstellung Home A User’s Manual hat sie noch sechs Mailander Kollegen. Einen davon stelle ich euch noch kurz vor: Aldo Lanzini mit seinem Teppich  „Come Underneath“.IMG_5002

Die gta-Ausstellung fand  im HIL-Gebäude der ETH-Hönggerberg statt.

http://www.gta.arch.ethz.ch

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