Kirstine Reopstorff: Ex Cave

Diese Ausstellung birgt einige körperliche Gefahren wegen der Dunkelheit, der unebenen Böden aus aufgeschüttetem Sand und Kies und der plötzlich aufragenden Hindernisse am Boden oder von der Decke.

 

Kirstine Reopstorff ist eine dänische Künstlerin, die 1972 in Virum geboren wurde und in Kopenhagen lebt und arbeitet. Sie hat an der Königlich Dänischen Akademie der bildenden Künste in Kopenhagen studiert und danach an der Rutgers University in New York.

Ihrer Auffassung nach leben wir in einer Welt des Lichtes, in der die Dunkelheit meistens negativ konnotiert sei; mit Abgründigem, Angst und Unsicherheiten.  Diese Unsicherheit hat sie bei mir tatsächlich provoziert mit den unebenen Böden, die unter jedem Schritt wegrutschen, der Dämmerung in den Ausstellungsräumen und den aus dem Nichts auftauchenden mit Zement verputzten Wandelementen. Der Ausdruck „Brett vor dem Kopf“ wandelt sich hier zu „Beton vor dem Kopf“!IMG_2094

Die Künstlerin möchte uns das sinnliche Potential der Dunkelheit eröffnen als Zustand der  Reflexion und Kontemplation. Die  sechzig Arbeiten, die alle in den letzten zwölf Jahren entstanden sind, stehen im Zeichen des „Becoming Into Beeing“ (Neuwerdung). Der Parcours ist angelegt als Uebergang vom Dunkel der Nacht zur Helligkeit des Tages.

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Die Ausstellung wirkt eigentlich als Gesamtinstallation, in der sich räumliche Begrenzungen auflösen.

An den Wänden hängen Betontafeln mit einem geometrischen Relief, von der Decke filigrane Mobiles, die stets in Bewegung sind.  Collagen aus Fotografien und Tapeten, unterschiedliche, grazile Holzskulpturen, wolkig, wässrige Malereien sind zu bewundern. Und selbstverständlich darf der einzige farbige  Akzent nicht vergessen gehen: Der sieben Meter lange Wandteppich mit seinen anthropomorphen  Gestalten. Mit diesen und den Holzskulpturen keimt der Mensch wohl  in der Erde.IMG_2088

Was ich aus dieser Ausstellung mitgenommen habe, ist die Verunsicherung durch die Dunkelheit und die verrutschenden Sand/Kies Böden. Dies führte bei mir  zur veränderten Wahrnehmung des Resonanzraumes.

Die Ausstellung EX CAVE fand im Haus Konstruktiv statt.

http://www.hauskonstruktiv.ch

 

 

 

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